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Über 100 Jahre Turnabteilung

Mit der Gründung der Freien Turnerschaft im Jahr 1906 begann die Turnabteilung unter ihrem Übungsleiter Ludwig Kegelmann mit den Turn- und Übungsstunden. Mit ihrer Gründung traten 20 aktive Turner aus der TG Dörnigheim zur FTD über, so war eine relativ starke Turnriege von Beginn an bei der Turnerschaft vorhanden. Unter der Losung „Frisch, frei, stark und treu” machten sich die Sportler an die Arbeit und schafften in Selbsthilfe die ersten Turngeräte. So wurden Kletterstangen, Klettergerüste mit Tauen, Turnleitern, Balancierstangen, Weit- und Hochsprunganlagen mit den einfachsten Mitteln ins Leben gerufen. Gleich im Gründungsjahr bewies sich die Zusammengehörigkeit von passiven und aktiven Turnfreunden, die im wahrsten Sinne des Wortes — mit Kind und Kegel — ihren Turnverein aufbauten. Bereits im Jahr 1912 war die erste Turnriege mit zwölf Turnern auf dem ersten Arbeiterturnfest in Nürnberg vertreten. Da zu der Turnbewegung auch ein Spielmannszug gehörte, wurde gleich nach der Gründung mit 25 Spielleuten begonnen. Dies förderte wiederum das gesellige Leben der FTD. Die aktive Turnriege machte sich zur Aufgabe, das Kinder- und Jugendturnen aufzubauen. Der Erfolg stellte sich schon nach kurzer Zeit bezüglich der Zahl der Kinder und Jugendlichen als auch der turnerischen Leistungen ein. Durch den Ersten Weltkrieg und seine Nachwirkungen kam es auch in der Turnabteilung mit dem Kinder- und Jugendturnen zu Einschränkungen, die aber sehr bald überwunden werden konnten. Bereits 1922 war die Turnriege der FTD auf dem Arbeiterturnfest in Leipzig vertreten. Dies gab allen aktiven und passiven Mitgliedern neuen Elan. 1925 waren die Turner auf der Arbeiter-Olympiade in Frankfurt am Main stark vertreten. Zwei Jahre später nahmen FTD-Mitglieder am Bundesturnfest in Nürnberg und 1931 an der Arbeiter-Olympiade in Wien teil. Das Knaben-, Mädchen- und Jugendturnen wurde zu dieser Zeit von den Turnfreunden Albert Kraft, Ernst Börner und Karl Wöll geleitet. Ihre vorbildliche Arbeit wurde durch die turnerischen Leistungen der Jugend belohnt. Nachdem die Freie Turnerschaft 1927 ihren vereinseigenen Turnplatz eingeweiht hatte, ging es leistungs- und zahlenmäßig mit ihr bergauf. Die am Mainufer eingerichtete Badestelle unterhalb des Turnplatzes war für die Turnerinnen und Turner im Sommer eine schöne Möglichkeit, sich nach den Turnstunden im Mainwasser zu erfrischen. Im Jahre 1933 wurde dann mit dem Verbot der FTD alles zerschlagen. Nach Ende des Krieges fanden sich überlebende Mitglieder der Freien Turnerschaft unter dem Dachverband des Deutschen Turnerbundes wieder zusammen. Sie begannen mit dem Sportbetrieb und auch mit dem Turnen. Albert Kraft, Ernst Börner und Karl Wöll waren erneut zur Stelle und widmeten sich dem Wiederaufbau der Turnabteilung.

Die erfahrene Übungsleiterin Lotte Reuter begann mit dem Mädchen- und Frauenturnen sowie mit der Gymnastik und dem Tanz. Gottfried Eisenhauer nahm sich mit Erfolg des Kinderturnens an und war neben Turn-Übungsleiter auch in mehreren anderen Abteilungen des Vereins aktiv tätig. Im Geräte- und Kunstturnen wurde die Abteilung durch den leider zu früh verstorbenen Turnfreund und Übungsleiter Edmund Seng aktiv unterstützt. Nach dem Bau der vereinseigenen Turnhalle, die mit neuen Turngeräten ausgestattet wurde, entwickelten sich die Turner zu der größten Abteilung der FTD. Hauptaufgabe war zu dieser Zeit, neue Übungsleiter, Helfer und Betreuer aus den eigenen Reihen zu finden und auszubilden. Diese Aufgabenstellung wurde nach kurzer Zeit erfüllt. Sehr früh hat hier Karola Nau mit Unterstützung von mehreren älteren Turnerinnen im Mädchen- und Frauenturnen vorbildliche Aufbauarbeit geleistet. Dem Kleinkinder- und Kinderturnen nahmen sich Anna Bildhäuser und Anneliese Schmitt gewissenhaft an. Heute stehen der Turn-Abteilung über zehn Übungs- leiterinnen und ein Übungsleiter, die alle mit mehreren Altersstufen turnen, zur Verfügung. Viele Helfer und Betreuer kommen noch hinzu.

Die Aktivität unserer Turnabteilung fand auch im Turngau Offenbach-Hanau Anerkennung. So besuchen die Freien Turner jährlich die Gauturn- und Gaukinderturnfeste sowie Gauveranstaltungen und Wettkämpfe mit bis zu 100 Kindern und Jugendlichen. Der Turnabteilung wurde zusammen mit der TGD zweimal die Ausrichtung der Mehrkampfmeisterschaften, der Gauturnfeste und der Gaukinderturnfeste übertragen. Bei diesen Veranstaltungen waren jeweils rund 3000 Kinder und Turner auf der Sportanlage „Dicke Buche”. Diese Turnfeste wurden aufgrund der guten Organisation unserer Abteilung vom Turngau Offenbach-Hanau entsprechend gewürdigt. Der frühere Vorsitzende August Roth war lange Jahre im Vorstand des Turngaus Offenbach-Hanau. Er begleitete für einen nicht unerheblichen Zeitraum die Position des Ersten Vorsitzenden im Turngau. Turngruppen der FTD waren zudem bei allen großen deutschen Turnfesten in Berlin, Leipzig, Dortmund/Bochum, Hamburg, München, Leipzig, Berlin und 2009 selbstverständlich auch in Frankfurt am Main mit dabei.

Die Aufgabenstellung der Turnabteilung ist, Menschen aller Altersstufen durch ein vielfältiges Angebot und ihren individuellen und altersspezifischen Bedürfnissen möglichst gerecht zu werden, sie zu betreuen und ihnen die Möglichkeit zu einer sinnvollen Freizeitgestaltung zu geben. Der fachliche Aufgabenkreis der Turnabteilung umfasst den vielseitigen Spiel-, Übungs- und Wettkampfbetrieb. Hierzu gehört auch der gesellige Bereich, zum Beispiel Ausflüge, Fahrradtouren, Wandern, Feste und Wochenendfreizeiten.

Diese im Grundsatzprogramm des Deutschen Turnerbundes festgelegten Aufgaben der Turnvereine werden in der Turnabteilung der FTD verwirklicht. Heute, kann die Freie Turnerschaft auf die Entwicklung ihrer Turnabteilung stolz sein. Nach einer Durststrecke Mitte der Neunzigerjahre steht die Abteilung, nach einer Neustrukturierung durch den damaligen Abteilungsleiter Andreas Klinkenberg, heute gut da. Das Sportangebot wurde in sich neu gegliedert und bietet nun allen Kindern und Jugendlichen einen regelmäßigen Turnbetrieb. Neu aufgenommen in das Sportangebot wurde eine integrative Gruppe, in der die Bewegungsförderung vorrangiges Ziel ist.

Erfreulicherweise kann die Freie Turnerschaft auch wieder Turnen für Jungs anbieten. Zwischenzeitlich hat sich die Turnerriege etabliert, die erfolgreich auch an den Maintaler Stadtmeisterschaften teilnimmt. Wie positiv die Entwicklung gerade im Turnen ist, kann man auch daran erkennen, dass die Freie Turnerschaft mit ihren Turnriegen in den vergangenen Jahren jeweils die Stadtmeisterschaft gewonnen hat und hierfür mit dem Wanderpokal der Stadt Maintal ausgezeichnet wurde.

Zurzeit gibt es folgende Sportangebote: Eltern- und Kind-Turnen, Kleinkinderturnen, Kinderturnen, Leistungsturnen in den verschiedenen Altersstufen, die integrative Kinderturngruppe und eine Gruppe Bewegungsförderung für Kinder sowie Gymnastik für Frauen.

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Last Updated ( Saturday, 03 April 2010 )
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